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Glückliche Entwickler schreiben bessere Programme

14.03.2014
Gut gelaunt arbeitet man besser. Das weiß jeder, der schon mal schlechte Laune hatte. Jetzt ist das ganze auch wissenschaftlich belegt, zumindest für Programmierer.

Die Gründer von Google, Facebook und anderen erfolgreichen Softwareunternehmen taten von Anfang an alles nur denkbare, um ihren Mitarbeitern die Arbeitszeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Das soll in Einzelfällen so weit gegangen sein, dass manche Entwickler sich lieber in der Firma aufhielten als zu Hause. Die nahe liegende Annahme der Chefs: Wer gut gelaunt ist, arbeitet besser.

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Die Freie Universität von Bozen (Italien) hat jetzt eine Studie veröffentlicht, die diese Annahme untersucht hat. Teilgenommen haben 42 Studenten der Computerwissenschaften. Die Annahme der Forscher: Emotionen und Stimmungen von Menschen beeinflussen sowohl ihre Kreativität als auch ihre analytischen Problemlösungsfähigkeiten. Dazu ermittelten die Forscher zunächst den emotionalen Status der Probanden und prüften dann ihre kreativen Fähigkeiten anhand der Aufgabe gute Überschriften zu Photos zu finden. Ihre Problemlösungsfertigkeiten wurden anhand des Spiels "Tower of London" geprüft. Ergebnis und Dauer des Spiels wurden zu einem Problemlösungs-Score zusammengefasst.

Das Ergebnis der Tests entsprach nicht ganz den Erwartungen der Forscher: Sie fanden nämlich keinen statistisch relevanten Zusammenhang zwischen Stimmung und Kreativität. Allerdings fanden sie sehr wohl einen Zusammenhang zwischen besserer Stimmung und besseren Problemlösungsfertigkeiten. Kurz zusammengefasst: Glückliche Programmierer finden bessere Problemlösungen.

Auch wenn die Studie nicht gerade viele Teilnehmer hatte und sie allesamt noch Studenten waren, ergibt sich daraus doch, dass auch ganz normale Unternehmen wohl gut damit fahren, auf die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter zu achten. Es muss ja nicht gleich ein Minigolfplatz auf dem Flachdach eines Hochhauses sein, vielleicht hilft ja schon ein Kickertisch im Aufenthaltsraum.

Aufbau und Ergebnisse der Studie kann man übrigens in englischer Sprache hier nachlesen. [bl]

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