Beitrag "Re: Normierung in der Software-Industrie"
Re: Normierung in der Software-Industrie
01.04.2005 11:41
Tilman Börner
Antworten
Stimmt. VS.NET ist sicher eine der besten Entwicklungsumgebungn auf dem Markt. Aber von Intellisense mal abgesehen, programmieren wir damit wie vor fünf Jahren mit VB oder Delphi. Carsten hat absolut recht: Es fehlt an Abstraktion, an Domain-spezifischen Sprachen (DSL), die es mir beispielsweise gestatten, in zwei Zeilen Code Objekte aus einer Datenbank zu holen.
COmega und F# sind da sicher schon ein Schritt in die richtige Richtung.
Und: VB und Delphi waren wirklich ein Aufatmen für die Windows-Entwickler. Endlich Formulare zusammenklicken und nicht 200 Zeilen Code schreiben müssen, nur um ein Fenster darzustellen. ABER: Die beiden tollen Teile haben auch zu einer Unart in der Programmierung geführt: Viele Programme entstehen von der Oberfläche aus. Einen Business Layer gibt es meist nicht und der Zugriff auf die Datenbank erfolgt dank Binding direkt von der Oberfläche aus. Nett für Calc, für 99 Prozent der Programme aber unbrauchbar.
VS.NET sollte hier die Layer denke fördern, in dem ich erst mal die Layer zusammenklicke, dann die Klassenrümpfe einfüge, die Klassen implementiere und erst zum SChluss die Oberfläche bastele. Genau das fehlt aber noch und man verliert sich in Solutions und Projekten und viel, viel Quellcode.
Fazit: .NET braucht eine höhere Abstraktionsebene und VS.NET eine Layer-spezifische (oder auch SOA-spezifisch) Herangehensweise.
Tilman
Andreas Weiss schrieb am 31.03.2005 um 20:11 in "Re: Normierung in der Software-Industrie":
> > > Und diese Layer als Open Source? Hm, da bin ich skeptisch,
> >
> > Manchmal sind zentrale Instanzen eben doch gut.
> >
>
> Auh Carsten, geht es auch kürzer?
>
> Ich halte die zentrale Instanz MS für extrem praktisch.
>
> Es wäre jedoch viel hilfreicher, wenn nicht nur
> Kundenbindungs-Community-Glocken geschlagen werden sondern Werkzeuge
> bereitgestellt werden, damit der normale (?) Programmierer seine
> Probleme/Ideen/... direkt aus der IDE oder "von der Kommandozeile aus" an
> die richtige Stelle bei MS posten kann u. das dort auch verarbeitet wird.
>
> Diese Werkzeuge gibt es derzeit nicht u. die entsprechende Infrastruktur
> diese einlaufenden Infos aufzunehmen auch nicht. Gerade hier könnte MS viel
> rausholen durch das direkte Kundenfeedback u. wenn es denn wieder in neue
> Produkte fließen würde.
>
> Andreas
>
>
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