Entwicklung 31.05.2017, 11:55 Uhr

Mit .NET in die Zukunft

Manche verkündeten schon den baldigen Tod von .NET. Aber weit gefehlt. .NET ist lebendiger denn je ...
"Onkel, erzähl uns was zu .NET."
Es war einmal Microsoft. Microsoft war alt und groß und dementsprechend altbacken. Aber dann kommt der Wandel. Von der Päckchen verkaufenden Firma entwickelt sie sich hin zu einem Cloud-Anbieter. Von einer Company, die lieber einen eigenen Standard definiert, als sich an den gängigen Richtlinien zu orientieren, hin zu einer Firma, die massiv auf Open Source setzt. Wenn aber Microsoft im Umbruch ist und .NET von Microsoft kommt, ratet, was dann mit .NET passiert? Richtig: Auch .NET ist im Umbruch. Von der fetten Assel des klassischen Frameworks
"Kicher"
hin zu den vielen kleinen Ameisen von .NET Core. Weg vom Monolithen hin zum modular aufgebauten Framework.
"Und was ist mit .NET Standard?"
Jaja, dazu kommen wir gleich. Inzwischen muss sich Microsoft auch noch um das .NET Framework kümmern, dass sie mit dem Kauf von Xamarin übernommen haben. Das ist für die Entwicklung Richtung iOS und Android elementar. Auch das ist ein .NET Framework, das ein bisschen, aber eben nicht ganz anders ist, als das von .NET Core und klassischem .NET.
"Und wo bleibt .NET Standard?"
Ja, doch. Dem aber nicht genug, gibt es jetzt mit .NET Standard
"Hört, hört!"
die Bemühung von Microsoft, das alles unter einen Hut zu bringen. Bewegt sich der Code innerhalb von .NET Standard, kann er getrost auf die anderen Plattformen portiert werden. Besser noch: Auch .NET Standard Assemblies können unter allen kompatiblen .NET-Plattformen verwendet werden. Feine Sache also.
Und genau da liegt die Zukunft von .NET.
"Verstehen wir nicht."
Ist doch offensichtlich: Ein einziges Framework für verschiedene Plattformen. Wer dann mit .NET Standard entwickelt, kann seinen Code unter Windows, MacOs, Linux, iOS und Android laufen lassen.
Das gilt allerdings nur für den Code, der unter der Oberfläche seinen Dienst versieht. Denn Oberfläche kann .NET Core nicht. Auch .NET Standard ist nicht darauf ausgerichtet.
Allerdings gibt es mit Xaml Standard eine Initiative, die Standardisierung auch auf die Oberflächenbeschreibung auszuweiten.
Ihr seht also: Bei .NET tut sich was. Und kaum sind fünfzehn Jahre rum, entwickelt sich .NET so, wie es sich alle immer erhofft haben: zum Cross-Plattform-Entwicklungsumfeld.
"Alle, wirklich alle?"
Naja, die .NET-Entwickler halt. Weil die sich immer von den Java-Entwicklern diskriminiert fühlten, da Java ja auf allem läuft. Naja, fast allem. Die Zukunft sieht auf jeden Fall rosig aus. Universal Windows Apps werden dann noch universeller. Und wenn dann noch die WebAssembly kommt und man C# dahin kompilieren kann, wer weiß, vielleicht braucht man dann auch kein JavaScript oder TypeScript mehr. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch weiter.



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