Chris Boss 07.03.2024, 14:53 Uhr

Der Mythos BASIC und warum es noch lebt

Software-Entwickler Chris Boss hat im Laufe der Jahre über den Mythos der Programmiersprache BASIC referiert und jüngst ein Kapitel nachgelegt, in dem er erklärt, warum BASIC noch längst nicht tot ist.
(Quelle: Chris Boss, CodeProject.com)
Chris Boss ist der Inhaber (und Programmierer) eines kleinen Softwareentwicklungsunternehmens im ländlichen Virginia, dem Computer Workshop. Er ist ein erfahrener Windows-API-Programmierer (wie er selbst sagt: "eher auf niedriger Ebene") und hat Erfahrung im Schreiben von GUI-Engines (Formulare/Steuerelemente) sowie visuellen Drag-and-Drop-Designern.
Das Besondere: Er programmiert in BASIC, mit einem Computer, den er für 100 US-Dollar erworben hat und der für keine der modernen Entwicklungsumgebungen mehr brauchbar wäre. Seine ersten Erfahrungen mit BASIC machte er bereits im Jahr 1975 und er ist der Sprache bis heute treu geblieben.
Im Laufe der Jahre hat Boss drei größere Artikel unter der Überschrift "The Myth about BASIC" verfasst. Der jüngste davon ist gerade Ende Februar dazugekommen:
Seine Beiträge zeichenen ein lesenwertes Bild der Programmiersprache BASIC. Er erzählt aus seiner jahrzehnte langen Erfahrung. Hier sein Fazit aus Teil 3 seiner Artikelserie:
"Die Schlussfolgerung ist, dass BASIC weder eine tote Sprache ist noch sterben sollte. Da ich selbst über 60 Jahre alt bin, mag ich mich dem Ende meiner Programmierkarriere nähern und nicht mehr auf dem neuesten Stand der neumodischen Programmiersprachen sein, aber eines weiß ich. Wie viele andere BASIC-Programmierer da draußen habe ich jahrzehntelang meinen Lebensunterhalt mit BASIC verdient und es bis an seine Grenzen gebracht. Ich habe Kunden, die das von mir entwickelte GUI-Framework verwenden und damit komplexe kommerzielle Anwendungen erstellen können, die auf der ganzen Welt eingesetzt werden, einige davon in unternehmenskritischen Umgebungen. Wenn ich eine Hoffnung für die Programmierwelt hätte, dann wäre es, einen zweiten Blick auf BASIC zu werfen und zu sehen, warum es den Lauf der Zeit überdauert hat. [... ]Anderen Programmierern steht es frei, die Anwendung mit dem von Ihnen verwendeten Programm nachzubilden, allerdings mit einer Einschränkung: Die gesamte Anwendung (ohne Grafiken und Medien) muss weniger als 2 Megabyte groß sein und auf allen Windows-Versionen von Windows XP bis Windows 11 laufen."
Dass BASIC heute von Microsoft nur noch stiefmüttlerlich behandelt wird, liegt seiner Meinung nach daran, dass Cross-Plattform-Fähigkeit verlangt wurde, aber lesen Sie selbst.


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