.NET-Sprachen im Web 18.12.2017, 00:00 Uhr

Im Client (fast) angekommen

C# nur im Backend? Verschiedene Technologien wollen das ändern und den Client aufrüsten.
Spätestens seit der Veröffentlichung von HTML5 ist das Web zur wohl interessantesten Anwendungsplattform avanciert. Mithilfe von Frameworks wie Angular können ­Single-­Page-Anwendungen (SPA) entwickelt werden, die nicht nur im Browser ihr Werk verrichten. Dank der Technologien Apache Cordova und GitHub Electron lassen sich Plattformgrenzen überwinden: So kann die SPA auch als native App oder ausführbare Datei verpackt und auf mobilen Plattformen wie Android und iOS oder Desktop-Plattformen wie Windows, macOS oder Linux ausgeführt werden. Überdies ergeben sich durch Ansätze wie CefSharp interessante Migra­tionsstrategien. Bei CefSharp handelt es sich um ein potentes Steuerelement, das auf dem Chromium-Browser ­basiert und auf einer Windows-Forms- oder WPF-Oberfläche platziert wird [1]. Teilbereiche einer Anwendung lassen sich somit als Sichten aus einer SPA umsetzen. Schrittweise angewandt kann somit eine bestehende .NET-Anwendung in ­eine Webanwendung umgewandelt werden.
Abgerundet wird dies durch eine moderne Tool-Kette, welche die Anwendung bei einer Änderung im Quellcode automatisch im Browser neu lädt – mit genau derselben Ansicht wie zuvor. Entwickler mit einer bestehenden .NET-Codebasis schielen nicht selten in Richtung dieser verheißungsvollen neuen Welt. Doch mit der Sprache C# können sich Entwickler höchstens auf dem Backend austoben, denn ein Webbrowser kann die .NET-Programmiersprache naturgemäß nicht ausführen.

dotnetpro

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