Quelle: dotnetpro
Liesers Clean Code 14.11.2022, 00:00 Uhr

Feedback

Agilität bedeutet, regelmäßig und kurzfristig ­Feedback zu erhalten. Was heißt das ganz konkret?
Als Entwickler bin ich darauf angewiesen, Feedback zu erhalten. Zu jeder einzelnen Zeile Code möchte ich gerne wissen, ob sie korrekt ist. Anfangs genügt mir eine Rückmeldung zur Syntax. Hier steht die Frage im Vordergrund, ob der Code syntaktisch korrekt ist. Denn erst dann ergibt es Sinn, den Code zu kompilieren beziehungsweise auszuführen. Später geht es dann um die Frage, ob der Code inhaltlich korrekt ist. Dabei helfen automatisierte Tests. Im Code Review erhalte ich weiteres Feedback. Und dann wäre da noch die Retrospektive von Scrum. Dieser Artikel möchte etwas Ordnung bringen in diese unterschiedlichen Formen von Feedback.
Angeregt wurde der Artikel durch eine Diskussion in einem meiner Trainings. Dort teilten mir die Teilnehmer mit, dass sie ihren C++-Code manchmal über Tage nicht kompilieren könnten. Ich fühlte mich mindestens 20 Jahre zurückversetzt. Um es ganz unverblümt zu sagen: Diese Arbeitsweise ist für mich heute undenkbar. Und es geht dabei im Kern um Feedback. Wenn ich tagelang nicht weiß, ob mein Code wenigstens syntaktisch korrekt ist, wie soll ich da wissen, ob ich noch auf der richtigen Spur bin? Und darum geht es bei Feedback: herauszufinden, ob wir als Entwickler in die richtige Richtung laufen. Um herauszufinden, welche Formen von Feedback dabei relevant sind, können wir uns am Entwicklungsprozess orientieren. Damit bezeichne ich den Prozess, der uns von den Anforderungen zum Code führt:

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