Anti-Pattern 12.11.2018, 00:00 Uhr

Im Verborgenen

Unbemerkte Abhängigkeiten lassen sich oft schwer auflösen. Früherkennung hilft.
Wenn Software entwickelt wird, entsteht eine Vielzahl unterschiedlicher Bestandteile. Klassen, Schnittstellen, Module, Komponenten werden entworfen, um die Komplexität zu reduzieren und um nicht schon nach kurzer Zeit im entwicklungstechnischen Chaos zu versinken. Im Idealfall entsteht dabei eine Struktur, die in ihrer Grundordnung leicht neu auszurichten ist. Bei neuen Anforderungen lassen sich einzelne Teile austauschen, weiterentwickeln oder entfernen, ohne dass dabei das gesamte System ins Wanken gerät.
Doch ist das häufig nicht der Fall. Oft führt der Ruf nach weiteren Funktionen dazu, dass sich die potenzielle Instabilität der Implementierung deutlicher zeigt. Dies zeugt von ­einem grundlegenden Problem bei der Entwicklung von Software: Es werden vorrangig Komponenten entwickelt, die dann in der Gesamtheit eine Anwendung ausmachen, statt dass ­eine Anwendung entsteht, die aus Komponenten besteht.

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