Das Ende einer Ära 14.01.2019, 00:00 Uhr

MSI plus APPX gleich MSIX

Ein Nachfolger für den austauschreifen Windows Installer steht bereits in den Startlöchern.
Es gab Zeiten, in denen das Thema der Softwareinstalla­tion eine eher untergeordnete Rolle einnahm. Es gab keine Standardisierung, und jeder Softwarehersteller war gezwungen, eigene Installationsroutinen zu entwickeln und zu verwenden. Versionsüberprüfungen von Dateien waren in den Routinen enthalten, aber die finale Entscheidung über die durchzuführende Dateiaktion wurde auf den Anwender übertragen. Da es keine zentrale Überwachung der Installation gab, waren auch die Auswirkungen der Entscheidungen auf das Gesamtsystem nicht kalkulierbar. Der Benutzer konnte somit direkten Einfluss auf die Funktionsfähigkeit und Stabilität des Systems und der anderen Anwendungen ausüben.
Der Windows Installer setzte erstmals das Betriebssystem in den Mittelpunkt des Installationsprozesses, indem die Durchführung und Kontrolle der Aktionen einem Betriebssystemdienst übertragen wurden. Der Benutzer wurde von schwer zu beantwortenden Fragen verschont, da der Installationsprozess durch fest verdrahtete und dokumentierte Regeln gesteuert wurde. Es wurde nahezu jede Aktivität protokolliert, sodass sie im Fehlerfall und auch während der De­installation problemlos rückgängig gemacht werden konnte. Die Problematik des DLL-Konflikts [1] konnte durch diese Regeln, Protokollierungen und sonstigen Implementierungen zwar gemildert, aber nicht gänzlich beseitigt werden.

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