Microsoft 22.03.2021, 10:12 Uhr

OpenTelemetry .NET erreicht v1.0

Anfang 2019 haben sich die beiden Instrumentierungsprojekte OpenTracing und OpenCensus zusammengeschlossen, um mit OpenTelemetry einen neuen Standard für die Telemetrie der Beobachtbarkeit zu schaffen. Jetzt ist Version 1.0 von OpenTelemetry erschienen.
(Quelle: Microsoft.com )
Das OpenTelemetry-Projekt besteht aus einer herstellerneutralen Spezifikation für Observability-Telemetrie (verteiltes Tracing, Metriken, et cetera), API-Paketen, die die für die Instrumentierung verwendeten öffentlichen Schnittstellen implementieren sowie SDKs – die von Anwendungen für das Konfigurieren der Instrumentierung verwendet werden – und Schnittstellen für Plug-in-Autoren zum Schreiben von Exportern, mit denen man Daten an das Telemetrie-Backend der Wahl senden kann.
Dieses Ökosystem von Komponenten hat dazu geführt, dass OpenTelemetry im Bereich der Beobachtungstelemetrie bereits weit verbreitet ist. Unter der Schirmherrschaft der Cloud Native Computing Foundation verfügt es inzwischen über ein Ökosystem von Mitwirkenden und Betreuern und wird von vielen großen Unternehmen genutzt.
Als besondere Vorteile von OpenTelemetry nennt der Hersteller:
  • Interoperabilität: Da verschiedene Sprachen dieselbe gemeinsame Spezifikation implementieren, einschließlich des Wire-Protokolls für die Weitergabe von Observability-Telemetrie, lassen sich verteilte Anwendung mit vollständiger Interoperabilität überwachen. Man kann zum Beispiel einen Frontend-Dienst in .NET in einen Backend-Dienst in Node.js aufrufen lassen und den über beide Dienste verteilten Betrieb verfolgen.
  • Herstellerneutralität: Da die Sammlung von Observability-Telemetrie durch OpenTelemetry standardisiert wird, kann man ein Telemetrie-Backend wählen, ohne den Instrumentierungscode ändern zu müssen. Die Nutzer sind frei, die Plattform zu wählen, welche die effektivste Analyse der Daten bietet.
  • Zukunftssicherheit: OpenTelemetry zielt darauf ab, die Instrumentierung in Zukunft in Bibliotheken und Frameworks zu integrieren. Wenn neuere Bibliotheken und Frameworks auftauchen, lassen sich diese einfach mit gemeinsamen Instrumentierungsbibliotheken überwachen.
Im Februar 2021 erreichte die OpenTelemetry-Spezifikation v1.0. Mit der v1.0-Spezifikation versprechen OpenTelemetry-Implementierungen nun Stabilitätsgarantien für verteiltes Tracing. Kurz nach der Stabilisierung der Spezifikation kündigte auch OpenTelemetry .NET, die kanonische Distribution der OpenTelemetry SDK-Implementierung in .NET, ihr v1.0 Release an, das Folgendes beinhaltet:
  • Tracing API, Baggage API, Context API und Propagators API.
  • Ein SDK mit Steuerelementen für Sampling, Verarbeitung und Export.
  • Exporteure zu Jaeger, Zipkin und dem OpenTelemetry-Protokoll (OTLP).
  • Eine Dokumentation, die Beispiele, Anleitungen für den Einstieg und Anleitungen für Plug-in-Autoren zur Erweiterung des SDK enthält.
Weitere Informationen zu OpenTelemetriy finden in der offiziellen Ankündigung.


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