Microsoft, Immo Landwerth 15.10.2019, 18:23 Uhr

.NET Core in Zahlen

.NET Core 3.0 hat jetzt rund 180.000 APIs. In Zukunft will sich das .NET Team auf die Integration neuer Technologien in .NET Core konzentrieren. Zudem prüft Microsoft, ob noch nicht portierte Teile von .NET als Open Source freigeben kann.
(Quelle: https://github.com/dotnet/ )
Microsoft hat die Entwicklung von .NET Core mit einem minimalen API-Set begonnen: .NET Core 1.0 enthielt lediglich rund 18.000 APIs aus dem .NET Framework. Ein gewaltiger Fortschritt war bereits .NET Standard 2.0, bei dem versucht wurde den Code zwischen .NET Framework, .NET Core und Xamarin zu teilen. Insgesamt hatte .NET Core 2.0 rund 38.000 .NET Framewrok APIs. Dazu kam dann das Windows Compatibility Pack, welches weitere 21.000 .NET Framework APIs für .NET Core zur Verfügung stellte, wodurch insgesamt fast 60.000 APIs verfügbar waren.
Mit .NET Core 3.0 hat Microsoft dann WPF und WinForms hinzugefügt, was die Anzahl der auf .NET Core portierten .NET Framework APIs auf über 120.000 erhöht hat. Das sind nun etwas mehr als die Hälfte aller .NET Framework APIs ausmacht.
Dazu kommen allerdings etwa 62.000 .NET Core APIs, welche es im .NET Framework überhaupt nicht gibt. Vergleicht man die Gesamtzahl aller APIs, erreicht .NET Core 3.0 etwa 80 Prozent der Zahl der APIs im .NET Framework.
Bereits bekannt ist – Scott Hunter hat dies auf der Build 2019 deutlich gemacht –, dass AppDomains, Remoting, Web Forms, WCF-Server und Windows Workflow nicht auf .NET Core portiert werden.
Immo Landwerth, Program Manager im .NET-Team von Microsoft, sagt mithin, dass .NET Core 3.0 jetzt an dem Punkt angelangt ist, an dem alle Technologien portiert wurden, die für moderne Workloads erforderlich sind, seien es Desktop-Anwendungen, mobile Anwendungen, Konsolenanwendungen, Websites oder Cloud-Services. Das heißt allerdings nicht – so Landwerth weiter –, dass es keine Lücken mehr gibt. In Zukunft will sich das .NET Team jedoch nicht mehr mit dem Schließen dieser Lücken beschäftigen, sondern will seine Ressourcen auf die Integration neuer Technologien konzentrieren.
Gleichzeitig wird intern geprüft, ob Microsoft mehr von der Codebasis des .NET Frameworks unter MIT-Lizenz auf GitHub veröffentlichen werden kann, damit die Community OSS-Projekte für Technologien erstellen kann, die Microsoft nicht selbst in .NET Core einbauen möchte. So gibt es beispielsweise bereits Community-Projekte für CoreWF und CoreWCF.
Den Blogbeitrag von Immo Landwerth lesen Sie hier.


Das könnte Sie auch interessieren