Internet der Dinge 14.11.2017, 14:48 Uhr

Dresden wird IoT-Schwergewicht

Am Standort Dresden investieren internationale Technologiekonzerne und Forschungseinrichtungen wie Globalfoundries, Infineon, Bosch, die Fraunhofer-Gesellschaft und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in den nächsten Jahren rund 4,5 Milliarden Euro.
Dresden baut seine Position als Zentrum für Internet -of-Things-Lösungen (IoT) aus. In den nächsten Jahren investieren dort internationale Technologiekonzerne und Forschungseinrichtungen wie Globalfoundries, Infineon, Bosch, die Fraunhofer-Gesellschaft und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) rund 4,5 Milliarden Euro  in die Entwicklung und Produktion moderner Prozessoren, Sensoren, 5G-Mobilfunkmodule sowie in die Entwicklung  neuer Software-Werkzeuge und IoT-Plattformen.

Dirk Hilbert, Oberbürgermeister der sächsischen Landeshauptstadt Dresden: „Damit wird Dresden zu einem weltweit führenden Leitstandort für IoT-Basistechnologien“. Solche zukunftsweisenden Technologien sind beispielsweise IoT-optimierte Prozessoren, Mikro-Elektro-Mechanische Systeme (MEMS) inklusive Sensoren und Aktoren, Embedded Systems-on-Chip, spezielle Mikrocontroller und Hightech-Speicher, Leistungselektronik, Kommunikationsmodule zur Datenübertragung, Technologien für Energy Harvesting, IT-Security und Cloud-Hochleistungs-Computing oder die Integration zu Smart Systems.

Die Dresdner Unternehmen und Forschungseinrichtungen des „Smart Systems Hub – Enabling IoT“ bilden die komplette Forschungs- und Wertschöpfungskette für Smart Systems ab. Am 15. November 2017 können die Messebesucher der SEMICON Europa und productronica die Akteure des „Smart Systems Hub“ kennenlernen. Unter dem Motto „Spotlight DoubleD: Smart Systems Hub – Dresden as a Global IoT Center“ zeigen Unternehmen und Forschungseinrichtungen ihre Kompetenz für Halbleiter, Sensoren, Software für Halbleiter und Automatisierungslösungen sowie den neuen 5G-Mobilfunkstandard.

Dresden und Leipzig erhielten im April 2017 den Zuschlag als Standorte im nationalen Digital Hub-Konzept des Bundeswirtschaftsministeriums. Ziel der beiden Hubs ist es, Wissenschaftler, Produzenten und Anwender gezielt zu vernetzen. Gemeinsam will man das enorme Marktpotenzial des IoT nutzen, ländliche und urbane Infrastrukturen intelligenter machen und als dynamischer Gründungsstandort wirtschaftlich weiter erfolgreich wachsen. Der Dresdner „Smart Systems Hub – Enabling IoT“ hat sich der Integration von Hardware, Software und Connectivity als Fundament für digitale Produkte und Anwendungen für das Internet der Dinge (IoT) verschrieben. Der Hub zieht seine Attraktivität aus der hohen Konzentration von exzellenten Partnern aus Wissenschaft und Industrie, innovativen Software- und IT-Unternehmen, kreativen Startups, etablierten Netzwerken sowie einer technologieaffinen kommunalen Verwaltung.
Als offenes Innovationsökosystem konzipiert, entsteht auf dem Campus der TU Dresden ein Co-Innovation Center, das neue Herzstück des dynamischen Digital-Hubs. Dafür investiert der Freistaat Sachsen rund 100 Millionen Euro. „Hier werden Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand arbeiten und wissenschaftliche Ergebnisse gezielt in tragfähige Geschäftsmodelle und Ausgründungen überführen“, erläutert Dirk Hilbert.


Die Stadt Dresden unterstützt innovative Technologieprojekte
„Keine andere Region in Europa vereint eine solch umfassende Technologie-Kompetenz, um industriespezifische IoT-Lösungen zu realisieren. Dresden verfügt über die entscheidenden Erfolgsfaktoren, um die Industrien weltweit bei der digitalen Transformation mit IoT-Basistechnologien aus einer Hand voranzubringen“, sagt Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden. Gleichzeitig fördert die sächsische Landeshauptstadt Innovationen in den Anwendungsbereichen von Industrie 4.0, Smart City, modernen Energiesystemen oder neuen Materialien. „Wir fördern gezielt innovative Produkte und Technologien in Dresden. Wollen diesen so zum kommerziellen Durchbruch verhelfen und auch für die Stadt nutzbar machen“, so Franke weiter. Dafür stehen 2017 mindestens 350 000 Euro zur Verfügung; im nächsten Jahr sind 500 000 Euro im Fördertopf. Das Investitionsprogramm richtet sich an Gründer, Startups aus dem Bereich der Hochtechnologie sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie Forschungseinrichtungen und Nicht-KMU im Rahmen von Unternehmensverbünden.



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