Microsoft 11.10.2018, 13:24 Uhr

Microsoft bringt seine Patente in die OIN-Community ein

Microsoft tritt dem Open Invention Network (OIN) bei, einer Community, deren Mitglieder sich verpflichtet haben, ihre Patente allen anderen Mitgliedern dieser Community kostenlos zu überlassen.
Zum OIN gehören unter anderem Google, IBM Red Hat und Suse. Bislang hatte OIN etwa 2650 Communit-Mitglieder und hielt 1.300 globale Patente. Microsoft bringt in das Open Invention Network nun nahezu seine gesamten 60.000 Patente ein. Ausgenommen sind lediglich die Patente, die im Zusammenhang mit Windows und Microsofts Desktop-Software stehen. Vordergründig nehmen damit die vielen Patentstreitigkeiten rund um Microsoft ein Ende.
Microsoft Vice President Erich Andersen hat seinen Blogpost zum Thema überschrieben mit "Microsoft tritt dem Open Invention Network bei, um Linux und Open Source zuschützen".
Martin Geuß, Gründer und Chef von DrWindows.de, kommentiert den Vorgang so:
"Der Beitritt zum Open Invention Network unter Einbringung von 60.000 Patenten in die Open Source Community ist in der Tat nur der nächste logische Schritt, bleibt aber ob seiner Tragweite und seiner Dimension trotzdem eine Sensation. [...] Microsofts wichtigster Zukunftsmarkt ist die Cloud, und das wichtigste Betriebssystem in der Cloud ist Linux. Wenn sich Microsoft also schützend vor Linux stellt, dann beschützt es damit natürlich auch die Open-Source-Gemeinde, vor allen Dingen aber beschützt es damit das Produkt, an dem seine Zukunft hängt."
Ein englischsprachiges Video-Interview zum Thema finden Sie hier.


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