Joe Drumgoole, MongoDB 27.11.2019, 11:17 Uhr

Studie: Unternehmen vertrauen ihren Entwicklern

Noch vor 20 oder 40 Jahren gaben Unternehmen nicht viel auf die Meinung seiner Entwickler. Seither hat sich viel geändert.
(Quelle: Joe Drumgoole, MongoDB )
Inzwischen gelten Entwickler als die neuen Königsmacher (The New Kingmakers) und sind einflussreicher und kritischer als jemals zuvor. Wie IDC überschrieb kürzlich einen Artikel dazu so: „Im Zeitalter von Kubernetes, Containern und Cloud genießen Entwickler enormen Einfluss.“ Und das ist gut so. Wenn Technologie der entscheidende Faktor ist, mit dem sich ein Unternehmen am Markt positioniert, sollten diejenigen, die diese Technologie verstehen, auch mitreden dürfen.
Um den tatsächlichen Einfluss von Entwicklern besser nachvollziehen zu können, hat MongoDB in einer Studie 760 Entwickler und 750 Entscheidungsträger aus der IT befragt und versucht, die immer noch häufig zitierte Kluft zwischen den beiden Gruppen zu belegen. Sie wurde nicht gefunden. Stattdessen ergab die Auswertung der Umfrage einen neuen Konsens zwischen den beiden ehemals feindlichen Lagern.
Entwickler, die ihre Karriere in den frühen 2000ern begonnen haben, liegen heute viel eher mit den Entscheidungsträgern auf einer Linie als ihre älteren Kollegen, deren Berufseinstieg in den 90ern oder früher lag. Eine neue Generation von Entwicklern, die Einfluss haben und denen man Gehör schenkt, ist da. Das macht sich aber nicht überall gleich bemerkbar.
Entwickler werden nach den jeweiligen geschäftlichen Anforderungen des Unternehmens eingestellt. Fast 94 Prozent der befragten Entwickler sagten, dass sie die geschäftliche Ausrichtung ihres Unternehmens verstehen. Und das Beste: mehr als 88 Prozent der Entscheidungsträger sind derselben Meinung.
Diese Übereinstimmung über die geschäftliche Ausrichtung spiegelt sich auch in der tatsächlichen Entscheidungsfindung wider. Mehr als 90 Prozent der Entwickler sind der Meinung, dass die Entscheider bei der Anschaffung neuer Software richtig handeln. Damit liegt die Quote sogar höher als unter den Entscheidungsträgern selbst, von denen nur 89 Prozent zustimmen.
Es klingt logisch, oder? Wenn sich alles darum dreht, die Produktivität zu steigern, ist es sinnvoll, die Leute an der Basis in die Entscheidungsfindung einzubinden. Die Vergangenheit liefert uns zahlreiche Beispiele für Fälle, in denen diese Erkenntnis befolgt wurde. Schauen wir auf die Automobilindustrie, um nur ein Beispiel zu nennen. Deutschland hat jahrelang seine Entscheidungen auf Produktivität hin ausgerichtet. Ebenso Japan. Heute sind diese beiden Regionen die erfolgreichsten Automobilexporteure der Welt. Entwickler sollten darin bestärkt werden, ihren Einfluss im Unternehmen wahrzunehmen. Natürlich geht damit für die Entwickler mehr Verantwortung für ihre strategischen Entscheidungen einher, im Guten wie im Schlechten.
Richard James, Head of Digital Technology & Engineering bei Nationwide, spricht in diesem Video darüber, wie sich die Unternehmenskultur bei Nationwide über die Jahre gewandelt hat und sich zunehmend mehr an den Entwicklern orientiert, um den Kunden bestmöglich zu bedienen.
Von Joe Drumgoole, Director of Developer Relations bei MongoDB, gekürzte Fassung.


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