Editorial 14.09.2020, 00:00 Uhr

Ich will auch ...

... mal eine neue Supertechnologie erfinden und meinen Namen verewigen.
(Quelle: Sebastian Scharnagl)
Eine, die der Menschheit das Wohl wieder ein Stück näherbringt. Eine, die Hunderten Entwicklerkehlen in den Sälen der Konferenzen ein Raunen entlockt. Die unglaublich viele Einsatzgebiete hat und einfach zu erklären und zu verstehen ist. Also so etwas wie, wie – Service Oriented Architecture (SOA) mit SOAP-Webservices. Ach Mist, das gibt es ja schon. Und erfolgreich war das mit dem Simple Object Access Protocol (SOAP) auch nicht so ganz.
Oder ich könnte sowas erfinden wie die Universal Windows Platform (UWP). ­Eine geile Idee. Ein Store für die Anwendung, und die Plattform wird erst bei der Installation festgelegt. Wie? Gibt es schon? Und unter „erfolgreich“ ist die auch nicht zu verbuchen? Nur wenige Entwickler arbeiten damit?
Dann doch lieber gleich in die Vollen und ich werde unter dem Namen Satoshi Nakamoto berühmt mit Blockchain. Was für eine tolle Sache: Eine verteilte Datenbank, deren Integrität durch die Öffentlichkeit sichergestellt wird und die trotzdem anonyme Transaktionen erlaubt. Keine einzelne Institution mehr, die leicht betrügen könnte. Nein, alles findet offen statt. Doch leider gibt es die Technologie schon (siehe dotnetpro 9/2017). Doch abgesehen von Bitcoin und vielen Evalua­tionsprojekten sucht man den Einsatz im Real Life vergeblich. Zu langsam, energetisch zu teuer und nicht änderbar [1]:

Okay, okay, jetzt hab ich es: Ich erfinde die virtuelle Realität. Mit einer besonderen Brille kann ich mich in ihr bewegen und überall hinsehen. Eingeblendet in die echte Realität erhält man dadurch zusätzliche Informationen. Wie? Gibt es auch schon? Für Spiele und Cybersex? Und erfolgreich ist auch anders? Google Glass, Microsofts HoloLens oder Second Life – alles nix?
Na gut, okay, dann erfinde ich eben keine Technologie, sondern ein tolles Entwicklermagazin, das über solche Technologien schreibt und sie einordnet. Das Entwickler mit dem Wissen versorgt, das sie täglich benötigen. Das ihnen dabei hilft, ihre Arbeit besser und einfacher zu machen. Wie bitte? Das gibt es auch schon? Wie heißt es? dotnetpro? Na gut, dann geb ich auf.
Viel Spaß mit der dotnetpro
Tilman Börner
Chefredakteur dotnetpro
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