Theo Despoudis, Chris Tozzi, Chris Riley 13.11.2019, 10:57 Uhr

Wie man Entwicklern etwas verkauft

Nur manche Menschen sind "geborene Verkäufer". Den meisten fällt es schwer ein Produkt an den Mann oder die Frau zu bringen. Insbesondere dann, wenn der Kunde/die Kundin Entwickler ist.
Beispiel einer übersichtlichen Dokumentation
(Quelle: https://docs.oauth.io )
Wie man es anstellen muss, Entwicklern und Ingenieuren ein Produkt erfolgreich zu verkaufen erklärt Theo Despoudis in einem Gastbeitrag auf der Plattform Manifold. Gedacht ist die unter der Überschrift "Founder's Guide to Building a Developer Tools Business" erschienene Reihe, in der inzwischen drei Teile erschienen sind für Gründer, die Produkte für Entwickler erstellen und an Entwickler verkaufen wollen. Etliche der Tipps in der ersten Folge können Entwickler auch dadurch herausfinden, indem sie in sich gehen und analysieren, was sie selbst gut finden und was bei den bestehen Angeboten offensichtlich noch fehlt – etwa eine richtig gute Dokumentation mit Beispielen, die auch das angepeilte Einsatzgebiet betreffen. Despoudis erklärt seinen Ansatz zunächst anhand des Versuchs einen Ziegenkäse an Entwickler zu verkaufen. Das liest sich (frei übersetzt) so:
"Softwareentwickler haben besondere Interessen und Bedürfnisse. Versuchen Sie, ihnen zum Beispiel Ziegenkäse zu verkaufen, dann sollten Sie dessen Vorteile erklären, indem Sie den Kunden eine Tabelle mit Vor- und Nachteilen zeigen, den Ziegenkäse mit anderen Sorten wie Cheddar oder Brie vergleichen, kostenlose Proben anbieten und ein Video zeigen, wie man ihn gebacken oder in einem Salat genießen kann."
Der eigentliche Beitrag von Despoudis beschäftigt sich jedoch nicht mit Käsesorten, sondern damit, wie man Software-Tools an Entwickler verkauft: Mit fettem Hervorheben der wichtigsten Eigenschaften, mit einem kostenlosen Testzeitraum, mit einem abgestuften Preismodell, das im besten Fall auch einen "free Plan" enthält. Mit einer hervorragenden Dokumentation sowie der Integration in andere Tools oder die Kommandozeile, die der Kunde sowieso schon nutzt. Anhand von ein paar Screenshots zeigt und erläutert Despoudis einige gelungene Beispiele.
Der letzte Button auf der Seite, Marketing-Spezialisten würden wohl vom Action-Button sprechen, hier ist er mit ein den Leser verlockenden "Learn more" beschriftet, verrät, was verkauft werden soll: Hier die Plattform Manifold. Dennoch: Es ist nie verkehrt, sich mit den Methoden auszukennen, die einen selbst oder einen potentiellen Kunden zum Kauf von irgendetwas verleiten sollen.
Inzwischen sind die folgenden drei Beiträge in der Reihe "Founder's Guide to Building a Developer Tools Business" erschienen:


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