Mercedes-Benz 19.09.2019, 07:36 Uhr

Mobile SDK von Mercedes Benz

Mercedes-Benz stellt Entwicklern ein eigenes Mobile Software Development Kit (SDK) zur Verfügung.
(Quelle: https://developer.mercedes-benz.com/sdks )
Als einer der ersten Automobilhersteller gewährt das Unternehmen Software-Entwicklern aus aller Welt Zugriff auf das eigene Mobile Software Development Kit. Erstmals auf der IAA 2019 im Rahmen eines 24-stündigen Hackathons wurde ausgewählten Teams das Mercedes-Benz Mobile SDK mit verschiedenen Schnittstellen zum Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Dieses SDK soll der Entwickler-Community über die Mercedes-Benz developer-Plattform und Github zugänglich gemacht werden.
Damit soll das Mercedes me-Angebot durch zusätzliche externe Dienste angereichert werden, um ein noch besseres und bequemeres Service- und Produkterlebnis für die Kunden zu schaffen: „Schon heute ermöglicht Mercedes me unzählige digitale Dienste wie zum Beispiel die Standheizung von überall starten, über Amazon Alexa oder Google Home ein Ziel an das Fahrzeug senden, Parkplätze mit Echtzeitinformationen am Straßenrand finden, das Fahrzeug per Smartphone (NFC) öffnen, schließen und starten oder auch das eigene Fahrzeug mit Freunden und Bekannten teilen. Wir sind davon überzeugt, dass in der großen weltweiten Entwickler-Community noch viele kreative und innovative Ideen für neue Mercedes me-Angebote schlummern, die unsere Kunden künftig begeistern werden“, so Britta Seeger, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb.
Genau dieses kreative Potential soll künftig noch mehr genutzt werden. So stellt das Mercedes-Benz Mobile SDK, als eine Art Baukasten zur vereinfachten Software-Entwicklung, den Entwicklern Programmierschnittstellen zum Fahrzeug zur Verfügung. Das können beispielsweise Informationen zum Tankfüllstand oder den gefahrenen Kilometern sein. Indem auch Basis-Funktionen wie beispielsweise das Mercedes me ID Login über das Mobile SDK zur Verfügung gestellt werden, können sich Software-Experten voll und ganz auf das Entwickeln neuer Geschäftsideen konzentrieren.
Über allem steht aber das Thema Sicherheit: „Auch für das Mercedes-Benz Mobile SDK gilt, die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Außenwelt läuft über das Daimler Vehicle Backend, auf dem die entsprechenden Sicherheitsmechanismen implementiert sind. Auf diesem geschützten Server werden die Daten auch gespeichert. Wir setzen die aus der IT-Welt bekannten Sicherheitsmechanismen gemäß den aktuellen Empfehlungen des BSI (Bundesamt der Sicherheit in der Informationstechnologie) ein“, betont Sajjad Khan, Executive Vice President, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, CASE.

Die Gewinnerteams des IAA Hackathons

Unter dem Motto “STOP TALKING – START HACKING” veranstaltete Mercedes-Benz vom 10. bis 11. September einen 24-stündigen Hackathon auf der IAA. Seit Dienstagmorgen 11 Uhr entwickelten über 60 junge Entwickler in zwölf Teams auf Basis des SDKs neue Dienste. Nach Ablauf der 24 Stunden wurden die kreativen Ideen vor einer Jury präsentiert. Gerade mal drei Minuten hatte jedes Team Zeit, sich und seine Idee vor der Jury bestmöglich zu verkaufen. Diese kürte folgende Gewinner:
Der erste Preis ging an das Startup CleanAI. Das Team aus Berlin präsentierte seine Idee, wie mit Hilfe von KI-basierter Bilderkennung vergessene Gegenstände oder Müll im Innenraum von Leihfahrzeugen detektiert werden können. Der Jury gefiel die technisch komplexe Umsetzung zur Lösung eines Alltagsproblems sowohl für Endkunden als auch für Flottenbetreiber.
Der zweite Preis ging an das Startup VIMCAR. Die Berliner Programmierer präsentierten eine App speziell für Kinder, mit der sie auf unterhaltsame Art und Weise Wissen rund ums Fahrzeug spielerisch vermitteln.
Der dritte Preis ging an das Startup autoaid. Das Team entwickelte während des Hackathons eine App, mit der die emotionalsten Fahrzeugmomente des Fahrers beziehungsweise der Fahrerin über verschiedene soziale Netzwerke geteilt werden können.
Für eine außergewöhnliche Idee bekam das Startup mobilApp einen Sonderpreis. Die Programmierer aus Hannover entwickelten eine App für Leasing-Kunden und Mercedes-Benz-Händler.


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