Fermyon 12.04.2022, 10:42 Uhr

Spin: Neues WebAssembly-Framework

Das neue WebAssembly-Framework Spin ist ein grundlegender Bestandteil der Fermyon-Plattform. Programme dafür lassen sich mit Rust, Go, Python und anderen Sprachen schreiben.
(Quelle: github.com/fermyon/spin)
Der Hersteller betrachten WebAssembly (Wasm) in erster Linie als ein Kompilierziel. Man wählt eine Sprache, schreibt seinen Code und kompiliert ihn nach Wasm. Der ursprüngliche Weg, ein WebAssembly-Modul auszuführen, war der Browser. Aus diesem Grund konzentrierten sich die frühen WebAssembly-Bemühungen auf die Optimierung von leistungsintensivem Code, der auf einer Webseite oder einer clientseitigen Webanwendung ausgeführt werden sollte. Doch hat sich WebAssembly inzwischen über den Browser hinaus entwickelt. Einige Plattformen, wie der Envoy-Proxy, ermöglichen das Schreiben von Plug-ins in Wasm. Kommandozeilen-Laufzeiten wie Wasmtime und WAMR führen Wasm-Binärdateien auf der Kommandozeile aus und ermöglichen es Entwicklern, eine einzige CLI-Anwendung zu schreiben, die unter Windows, macOS und Linux ausgeführt werden kann – unabhängig von der zugrunde liegenden Architektur.
Spin ist ein Framework für Webanwendungen, Microservices und andere serverähnliche Anwendungen. Es bietet die Schnittstellen für das Schreiben von WebAssembly-Modulen, die beispielsweise HTTP-Anfragen beantworten können. Eine Besonderheit von Spin ist, dass es ein mehrsprachiges Framework ist. Rust und Go haben eine robuste Unterstützung in Spin, wer möchte, kann aber auch Python, Ruby, AssemblyScript, Grain, C/C++ zusammen mit Spin nutzen.
Weitere Informationen zu Spin finden Sie hier, ein Quickstart-Video gibt's hier und das GitHub-Repo zu Spin auf dieser Seite.


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