02.12.2015, 00:00 Uhr

Postgres statt Oracle SE2

EnterpriseDB (EDB) bietet Oracle-SE-Nutzern für einen begrenzten Zeitraum die Möglichkeit, die EDB Postgres-Lösung für den Betrag der jährlichen Wartungskosten, die sie bisher bei Oracle zahlen, zu nutzen.
Oracle hat seine beliebte SE-Datenbank-Lizenzoption abgeschafft und durch eine neue Lizenz namens Oracle SE2 ersetzt. Als Folge davon sind viele bisherige SE Nutzer gezwungen, neue Hardware anzuschaffen, Applikationen neu zu konfigurieren und sich gegebenenfalls auch mit Beeinträchtigungen bei der Performance abzufinden. Das neue Programm von EnterpriseDB (EDB) bietet Oracle-SE-Kunden eine Alternative, mit der sie die steigenden Kosten und Probleme beim „Update“ auf die neue Oracle-SE2-Lizenz vermeiden können. Durch einen Wechsel zu EDB Postgres wird außerdem das ständige Risiko beseitigt, dass Anwender die Compliance-Richtlinien der Lizenzbedingungen von Oracle nicht mehr erfüllen und ihnen daher später zusätzliche Kosten berechnet werden.
Derzeit zahlen Kunden von Oracle Lizenzgebühren für die Datenbank im Voraus sowie zusätzlich laufende jährliche Wartungskosten. Das Angebot von EDB lautet: Zu den gleichen Kosten, die für Oracle-SE-Kunden bisher für die jährliche Wartung anfallen, bietet EDB seine EDB-Postgres-Lösung an, bei der keine zusätzlichen Lizenzkosten anfallen und bei der es – anders als bei Oracle – keine Beschränkungen von Features, keine Grenzen beim Umfang der Installationen und keine Strafgebühren für Änderungen gibt.
Mit dem EDB Migration Toolkit kann die Umstellung auf Postgres in der Regel schnell und einfach erfolgen. Da EDB Postgres mittels PL/SQL Datenbank-Kompatibilität zu Oracle bietet, profitieren Datenbank-Administratoren weiterhin von ihren vorhandenen Kenntnissen, da sie mit den gleichen gespeicherten Prozeduren und Syntaxstrukturen weiter arbeiten können. Zusätzlich verfügt EDB Postgres über zahlreiche Features, die in Oracle SE nicht vorhanden sind, wie zum Beispiel Partitionierung und virtuelle private Datenbanken. Abgerundet wird das Angebot durch die in EDB Postgres enthaltenen professionellen Tools zum Einsatz in Unternehmen für Überwachungs-, Verwaltungs- und Optimierungsfunktionen, Hochverfügbarkeit, Disaster Recovery und Replikation.
Immer mehr Unternehmen optimieren ihre Rechenzentren durch Open-Source-Lösungen. In seinem Bericht State of Open Source RDBMS 2015**, erschienen im April 2015, prognostiziert Gartner, dass 70 Prozent aller neuen und 50 Prozent aller bestehenden Workloads bis zum Jahr 2018 auf Open-Source-RDBMS-Lösungen laufen werden. Gartner empfiehlt außerdem, dass IT-Abteilungen ihre Standardlösungen um eine Open-Source-Datenbank erweitern und kommerzielle RDBMS-Lösungen ersetzen sollten, wenn deren spezifische Funktionalität nicht erforderlich ist.
Einzelheiten der Änderungen bei der Oracle-SE-Lizenzierung werden im EDB-Blog näher erläutert. Oracle-SE-Kunden finden hier auch weitere Informationen zum Angebot von EDB oder können EDB direkt kontaktieren. Das Angebot unterliegt bestimmten Konditionen. [bl]
**The State of Open Source RDBMSs, 2015, von Donald Feinberg und Merv Adrian, erschienen am 21. April 2015



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