Refactoring mit NuGet und Jenkins 17.06.2019, 00:00 Uhr

Stark im Doppelpack

Im Zusammenspiel bieten NuGet und Jenkins ungeahnte Möglichkeiten zur ­Verbesserung der Softwarequalität.
Projekte beginnen üblicherweise klein und wachsen im Lauf der Jahre und Jahrzehnte. Auf Dokumentation und Softwarequalität wird dabei selten Wert gelegt. Dies hat zur Folge, dass nach einiger Zeit Wildwuchs entsteht. Einzelne Funktionen werden nach Bedarf (und Belieben) kopiert und verändert. Irgendwann sind die verantwortlichen Entwickler nicht mehr da, und die Klone geraten in Vergessenheit. Dann wird ein Fehler an einer Stelle gefunden, aber nur dort behoben, denn an die Kopien dieser Funktionalität denkt keiner mehr. Wer schon einmal versucht hat, in einem „historisch gewachsenen“ Projekt Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität einzuführen, kennt die Situation: Das Testen von Funktionalität ist schwierig, und statische Codeanalysen führen eher zu Tränen als zu Verbesserungen. Deswegen befasst sich dieser Artikel damit, wie gezieltes Refactoring und der Einsatz von NuGet und Jenkins derartige Situationen verbessern können.
NuGet ist derzeit der gebräuchlichstePaketmanager für .NET. Im Jahr 2010 ursprünglich als NuPack veröffentlicht, ist diese Open-Source-Paketverwaltung inzwischen in gängige .NET-IDEs fest integriert und sogar Bestandteil des Kom­mandozeilenwerkzeugs dotnet. Ich bin mir sicher, dass Sie in Ihrer .NET-Laufbahn bereits mit NuGet in Berührung gekommen sind, nämlich um Bibliotheken oder Bestandteile von .NET (Core) in ein Projekt zu inte­grieren. Aber mit NuGet ist weit mehr möglich. Sie können mit wenig Aufwand eigene Pakete erstellen und interne Netzlaufwerke als Quelle für NuGet-Pakete verwenden. Mit einer Jenkins-Instanz können Sie dies ­auto­matisieren und mit nur wenigen Schritten die Qualität Ihrer Software spürbar verbessern. Aber eines nach dem anderen.

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