Eclipse Foundation 14.01.2021, 11:09 Uhr

Eclipse Foundation stellt auf EU-basierte Governance um

Die Eclipse Foundation hat die formelle Gründung der Eclipse Foundation AISBL (Association internationale sans but lucrative – internationale Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht) mit Sitz in Brüssel bekannt gegeben.
(Quelle: eclipse.org/europe/ )
Die neue belgische Organisation nimmt mit Unterstützung der Gründungsmitglieder Bosch, Daimler TSS, IBM und SAP ihre Geschäftstätigkeit auf. Durch die Verlegung ihres juristischen Sitzes von den Vereinigten Staaten nach Europa hat die Eclipse Foundation eine globale Institution geschaffen, die auf ihrer bestehenden Mitgliederbasis, ihrer aktiven Entwickler-Community und ihren starken institutionellen Beziehungen aufbaut. Damit ermöglicht sie die Zusammenarbeit an sowie die freie Bereitstellung von Open-Source-Software-Innovationen auf der ganzen Welt.
"Die Eclipse Foundation ist in Bezug auf die Anzahl der Mitarbeiter, Projekte, Entwickler und Mitglieder bereits die größte Open-Source-Software-Stiftung in Europa. Deshalb war die formelle Gründung unserer AISBL der nächste Schritt für uns und die EU", sagte Mike Milinkovich, Executive Director der Eclipse Foundation. "Ich bin fest davon überzeugt, dass die Gründung dieser neuen Organisation dazu beiträgt, die Digitalisierung in der gesamten EU zu beschleunigen. Wir bieten einen neuen Motor für die Entwicklung innovativer und offener Technologien auf dem gesamten Kontinent und darüber hinaus."Die Eclipse Foundation hat in Europa bereits mehr als 170 Mitglieder und über 900 Committer. Durch die formelle Gründung der Eclipse Foundation AISBL kann die Stiftung ihre Präsenz in der EU und ihr jüngstes internationales Wachstum nutzen, um die globale Zusammenarbeit der Industrie bei Open-Source-Projekten in strategischen Technologiebereichen zu fördern. Beispiele solcher Technologien sind Cloud, Edge-Computing, künstliche Intelligenz, vernetzte Fahrzeuge, Telekommunikation und das Internet der Dinge.
Open-Source ist erwiesenermaßen die praktikabelste Vorgehensweise, komplexe nachhaltige Technologie-Innovationen zu schaffen und diese über Industriesektoren hinweg zu implementieren. Wie in ihrem aktuellen White Paper geschildert, betont die Eclipse Foundation die wichtige Rolle von Open-Source als Motor der digitalen und industriellen Transformation, welche die Europäische Kommission in ihren jüngsten Strategien gefordert hat. Die Mitwirkung von europäischen Unternehmen verschiedener Branchen und Regierungsorganisationen an Open-Source-Projekten wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, um sicherzustellen, dass diese neuen Technologien für den europäischen Markt geeignet sind – entwickelt mit der Berücksichtigung von Datenschutz und Sicherheit für Individuen und Organisationen sowie von Auswirkungen auf die Umwelt.
Die Eclipse Foundation wird weltweit von über 330 Mitgliedern unterstützt, von denen allein im Jahr 2020 mehr als 90 neu hinzugekommen sind. Die Stiftung hat eine etablierte, internationale Reichweite und Reputation und ermöglicht seit mehr als 16 Jahren erfolgreich gemeinsame Innovationen. Die mehr als 375 Open-Source-Projekte der Stiftung sind die Basis für über 240 Millionen entwickelte Code-Zeilen – und stehen für gemeinsame Investitionen von mehr als 13 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern der Organisation zählen Branchenführer, die die offenen Innovationsprozesse sowie ihr einzigartiges, auf Arbeitsgruppen basierendes Governance-Modell schätzen. Dieses Modell ermöglicht das Teilen geistigen Eigentums ohne drohende kartellrechtliche und regulatorische Herausforderungen.


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